Leben statt aufschieben - meine Fucketlist
Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass es irgendwann kein «Später» mehr gibt?
Oft schreibt man sich erst seine Wünsche in Form einer "Bucket List" nieder, wenn eine Tatsache in Form von einer Diagnose oder Vorfall vorliegt, wie "ich habe Krebs und nur noch XY Monate zu leben" oder "ich hatte einen Unfall" und das Ende einer "Bucket List" ist meistens mit dem Tod, also auch einer Tatsache, verknüpft - wie auch in dem sehr bekannten Film "Das Beste kommt zum Schluss" mit Morgan Freeman und Jack Nicholson.
Wir stecken erst im Alltag fest, machen Karriere gemäss den gesellschaftlichen Normen, dann verändert sich die Gesundheit oder eine einschneidende Situation passiert und man fängt erst dann an sich zu fragen: habe ich eigentlich gelebt? Habe ich schon alles erlebt, was ich erleben wollte? Als Kind/Teenager/junger Mensch hatte ich doch den Traum XY?! Was bleibt mir noch? Was sind meine Herzenswünsche? Wer möchte ich sein in Zukunft, in der Zeit, die mir noch bleibt?
Kennst du das? Oder kennst du jemanden, der in solch einer Situation war/ist?
Selbst wenn man so eine Liste auf Papier in einem Notizbuch, auf einer Serviette oder einer Notiz App bereits hat - man vergisst es wieder; verschwindet aus dem Gedächtnis, denn Alltag und Arbeit passieren ja auch noch dazwischen.Was ist dann eine Fucketlist, Anna? Das ist eine reguläre "Bucket List", ABER mit einer signifikanten kürzeren Frist und ohne Tatsachen beginnend oder mit dem Tod endend.
Diese Liste ist gegliedert in unterschiedlichen Bereichen:
-Orte, die man sehen will (places to visit)
-Kreativität (creative stuff)
-Geld und Lebensstil (money and lifestyle)
-mentale und physische Gesundheit (mental and physical health)
-Abenteuer (adrenaline and adventure)
-Fähigkeiten und Fertigkeiten (skills)
-zu Hause (Home)
-Ängste überwinden (fears to overcome)
-Beziehungen (relationships)
-anderen helfen (helping someone)
-Kindheitsträume (childhood dreams)
-was am Sterbebett bereut (deathbed regrets)
-Unmögliches (impossible things)
-alles anderes (everything else)
Das Wichtigste dabei ist, diese an einem Ort AUFZUHÄNGEN, an dem du JEDEN Tag vorbei gehst und somit immer im Blickfeld ist. Meine hängt am Kleiderschrank.
Wie komme ich dazu, hier darüber zu schreiben?Im Winter 2023/2024, während meinem Stage in Lausanne, wurde ich durch Instagram auf Joonas (@mrfucketlist) aufmerksam. Die Idee dahinter gefällt mir auch heute noch richtig gut. Genau mein Ding! Also los!
Ich hatte Zeit für mich, war weit weg vom hektischen Trubel in Zürich und konnte mich mit meiner Fucketlist auseinandersetzen.
Der Weg bis zur finalen Version auf Papier war dafür lang.
Ich recherchierte Stunden bei Kerzenschein im dem Bahnhofszimmer, liess mich von anderen Personen weltweit dank deren veröffentlichen Fucketlists inspirieren, fragte Kolleg/innen aus, was sie niederschreiben würden und sammelte dann schlussendlich all meine Notizen. Ich hatte viele Gedanken wild in meiner Notiz App geschrieben - auch auf Zeitungen, diversen Servietten und Zetteln verteilt.
Anna on Mission. Ich besorgte mir ein grosses weisses Plakat und fing an auf dem Boden knieend zu schreiben. Hier nun meine ganz private Fucketlist aus dem Jahr 2024 und diesen Februar übernachtete ich einem Iglu bei Zermatt und bald geht es nach Rom. Ein Wahnsinn!
Für dich habe ich eine kurze Anleitung, die vielleicht den Start für deine Fucketlist einfach gestaltet:Frage dich selbst, was du in deinem Leben noch machen, erreichen möchtest und werden möchtest. Gibt es noch einen nie ausgesprochenen Traum?Auf Papier schreibst du 10 Ziele auf:3 kleinere, 3 mittlere und 3 grössere Ziele und 1 Ziel, das dir unmöglich zu erreichen scheint.Denke dir eine eine für dich bequeme Frist aus und teile diese durch 2 - mit anderen Worten: wenn du denkst, du kannst diese Ziele in den nächsten 6 Jahren erreichen, dann schreib dir eine Frist von 3 Jahren auf.Fange mit dem allerkleinsten Schritt in Richtung Ziel an. Rede darüber und setze es um. Du hast das gleiche Ziel wie deine Freunde? Wie toll - erlebt es zusammen!
Schau, wohin es dich bringt. Ich bin mir sicher, du findest für alles Lösungen. Was sollst du sonst machen im Leben, wenn nicht die Dinge im Leben, die du machen willst, bevor du stirbst?! Theorie ändert nichts - Aktion schon.