Mein Stage Aufenthalt in Lausanne 2023/2024

SBB

Mein täglicher Ausblick aus dem Bahnhofszimmer

Ob ich Schiss hatte, mich für diese interne Möglichkeit im fernen Lausanne anzumelden?

Ja, und wie. Dennoch hat es ein gutes Jahr gedauert, bis es los ging. 
Die nervöse Vorfreude wandelte sich in «absolute Vorfreude» und kurz vorher dann doch wieder «ohweia, was mach ich da?!». 
Ihr kennt mich – Anna und Abenteuer gehen Hand in Hand und auf dieses bevorstehende Abenteuer freute ich mich ganz besonders.
So eine Chance kommt nicht wieder! On y va !
Worum ging es?
Wir Kundenbegleiter dürfen für eine gewisse Zeit (meistens ein paar Monate) intern den Arbeitsort wechseln. Die Warteliste ist lang. 
Das heisst, ich arbeitete in dieser Zeit für das Depot Lausanne anstatt für Zürich. In dieser Zeit lebte ich auch vor Ort. Ziel war es, die Sprache zu lernen und anwenden zu können sowie die Region, die Kunden, lokale Arbeitsweisen und Arbeitsatmosphären kennen zu lernen.
Im Depot Lausanne gibt es die Möglichkeit eines der freien Zimmer gratis zu bekommen. Diese sind einfach und praktikabel ausgestattet mit einem (schmalen!) Bett, Nachttisch mit Lampe, Schreibtisch mit zwei Stühlen, einem Kleiderschrank, neuerdings mit einem kleinen Kühlschrank, Waschbecken mit Spiegel sowie einen Wäscheständer. 
Zum Wäsche waschen gibt es einen Waschsalon auf der anderen Bahnhofsseite. 
Küche, WC und Duschkabine sind im Flur und werden mit den Stagiers geteilt. 
Ja, man begegnet sich somit mal im Pyjama im Flur oder in der Küche. Ich wohnte tatsächlich in dieser Zeit «im Bahnhof», was super praktisch war und trotz Lärm, mir die Zeit zum Pendeln ersparte.
Ich arbeitete weiterhin in der Frühschicht, allerdings nur im Regionalverkehr, um das gelernte Französisch so oft wie möglich anwenden zu dürfen.
Wie bereitete ich mich vor?
Natürlich ist die Sprache das Wichtigste. Ein Sprachkurs ist eine essentielle Basis. Noch besser und praktischer für den Arbeitsalltag: gewisse Alltagssätze und Situationen mit Kunden zu notieren, übersetzen und auswendig (!) lernen. Kurz vorher hatte ich die interne Sprachprüfung mit dem SBB-Bahnwortschatz bestanden. Das ist quasi die SBB interne Zulassung, um Touren in die Westschweiz fahren zu dürfen. Da ich Lausanne und die Region rund um den Lac Léman durch einige Ausflüge, Ferien und Touren gut kenne, ist die geografische Lage und Orientierung für mich leicht. Die wenigen S-Bahn Linien (im Vergleich zu Zürich) sind schnell erkundet. Lausanne liegt im Mobilis-Verband. Ich hatte mich vorher mit der Grösse des Tarif-Verbundes und den Tarif-Zonen befasst.
Wie wars im Winter?
Lausanne hat zur Weihnachtszeit viel zu bieten mit wunderschönen Weihnachtsmärkten und ganz viel Dekoration mit stimmungsvollen Lichtern.
Der Arbeitsalltag mit dem lieben, verständnisvollen Kolleg/innen war einfach, lebendig und kurzweilig. Trotz dem Bahnhofslärm ging es mir sehr gut, da ich nicht pendeln musste, da Zeit blieb für einen Rückzug im Zimmer, da alle entspannter sind und einfach die Sonne scheint. 

Die freie Zeit nach der Arbeit verbrachte ich mit Ausflügen wie 

Un grand merci an meine Chefs, die mir das ermöglichen.
Merci infiniment pour le merveilleux moment passé ensemble!
Ich bin an den neuen Situationen, Umgebungen und der Sprache sehr gewachsen.

Es ist einer der schönsten, aufregendsten Zeiten in meinem Leben gewesen und möchte hiermit alle ermutigen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, die Chance zu ergreifen.

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Meine Inspirationen und Quellen